Ereignisse

 

Schon im Verlaufe der 15-jährigen Bauphase waren der Glocken-Palast und das Denkmal Europäische Freiheitsglocke Orte besonderer Ereignisse und Veranstaltungen. Eine Auswahl der wichtigsten finden Sie hier:

Am 19. September 1996 legt Schirmherr Michail Gorbatschow zusammen mit seiner Frau Raissa in feierlichem Rahmen den Grundstein. Bei einem zweiten Besuch am 20. Juni 2002 überzeugt sich der Schirmherr vor Ort persönlich vom Fortgang der Bauarbeiten.

In Anerkennung seiner jahrelangen Arbeit und Verdienste um die traditionelle russische Holzbaukunst und Architektur ehrt die Akademie für architektonisches Erbe Russlands Bauherr Horst Wrobel mit dem Akademie-Orden. Der goldene sternförmige Orden wird am 24. Januar 2002 durch Akademie-Mitglied Vjatscheslav Kisseljov, gleichzeitig Präsident der Moskauer Andrej-Rubljow-Stiftung, persönlich überreicht.

Nach Abschluss des ersten Bauabschnitts kann am 17. Dezember 2002 in Anwesenheit des süd-koreanischen Botschafters Hwang Won-Tak das Büro des Kunsthandwerker-Institutes eröffnet und ein erstes Telefonat von hier mit der Gorbatschow-Stiftung in Moskau geführt werden.

Die Teil-Eröffnung des ersten Bauabschnitts wird am 30. Mai 2003 mit einer Anzahl bedeutender Ausstellungen gefeiert. Zu sehen sind die Sonderausstellung „Mikrominiaturen“ von Mikola Sadristyj (Kiew), die Fotoausstellung „Unser Gorbi – Sein Wirken für Deutschland, seine Besuche in Gifhorn“, Textilkunst von Maryna Tschudnaja (Kiew), Patchworkarbeiten Gifhorner Künstlerinnen, Glasbläserkunst aus Thüringen, eine handwerkliche Präsentation der Firma Noris Blattgold und Porzellanmalerei der Gifhornerin Erika Mergenthal.

Eine Ausstellung des Ethnographischen Museums Belgrad zeigt am 22. Juni 2003 „Die Volkskunst der Serben und das gekreuzigte Kosovo“. An der Eröffnung nehmen der serbische Kulturminister Lecic Branislav, der serbische Botschafter Miloban Bozinovic und der serbisch-orthodoxe Bischof Lavrentije teil.

„Kunst aus Korea“ war bereits zwei Mal im Glocken-Palast zu sehen: Im August 2005 und im August 2006 zeigen mehrere Mitglieder der Künstlergruppen „Art Korea“ und „Art Vision“ ihre Werke, die sie direkt aus Korea zunächst zum Glocken-Palast und anschließend in andere Länder gebracht werden, u. a. nach Frankreich und in die Schweiz. Die Ausstellungen setzen sich zusammen aus Werken anerkannter Künstler und junger Hochschulabsolventen und überzeugen durch herausragende gestalterische Qualität.

Tibetische Mönche erstellen im Oktober 2005 im Glocken-Palast während einer achtstündigen Zeremonie ein Sand-Mandala. Mit Hilfe dünner Metalltrichter bringen sie bunten, von Hand gemahlenen Staubsand auf eine ein Quadratmeter große Unterlage auf, um so die Glückssymbole des Buddhismus dazustellen. Üblicherweise werden derartige Mandalas nach ihrer Erstellung in einem Ritual wieder aufgelöst, indem der geweihte Sand zur Segnung der Umgebung in einem Fluss verstreut wird, um so mit dem Lauf des Wassers die ganze Welt an der positiven Energie teilhaben zu lassen. Dieses Mandala jedoch wurde, als große Ausnahme, als dauerhaftes Ausstellungsstück erhalten und dem Glocken-Palast zur Verfügung gestellt.

Am 17. Dezember 2006 sind im Glocken-Palast mehrere hundert selbst gemalte Bilder von Kindern aus dem polnischen Kreis Zlotow (Partnerkreis des Landkreises Gifhorn) zu sehen. Die Grundschüler haben ihre Bilder unter den Titel „Weihnachten in Polen“ gestellt. Eine Jury wählt die fünf besten Bilder aus, deren Gewinner vom Internationalen Mühlenmuseum für ein Wochenende nach Gifhorn eingeladen werden.

In Anwesenheit zahlreicher Gäste und Ehrengäste, darunter Ungarns Botschafter Sándor Peisch, werden am 9. November 2007, diesem Tag mit symbolträchtigem Datum, das Europäische Kunsthandwerker-Institut und die Europäische Freiheitsglocke feierlich eingeweiht. In ihren Ansprachen gehen Rosita Wrobel und Philipp Oppermann auf den Werdegang, die schwierigen Zeiten in der inzwischen über zehnjährigen Bauphase des Institutes, die Gebäudestruktur und die künftige Nutzung ein. Bauherr Horst Wrobel verleiht dem Gebäudekomplex anschließend seinen offiziellen Namen: „Glocken-Palast“. Die Ansprache des Schirmherrn Michail Gorbatschow, der aus gesundheitlichen Gründen leider nicht persönlich an der Einweihung teilnehmen kann, wird per Videobotschaft übertragen. Im Vorfeld der Einweihungsfeier hatten sich Horst Wrobel und Philipp Oppermann bereits mit Gorbatschow getroffen, um über die Einweihung zu sprechen und die Ansprache aufzuzeichnen.

Folgende Ausstellungen waren am 9. November 2007 im Glocken-Palast zu sehen:

  • „Visionen zu Europa – Kunst kennt keine Grenzen“ des Creativ-Kreis-International e.V.
  • Orthodoxe sakrale Ikonenmalerei von Krstana Tasic (Serbien)
  • „Natursichten von Irmin Beck“ (Sörnewitz bei Dresden)
  • Werke der Malerin Rita Schmidtke (Gifhorn)
  • „Entstehung der größten Läuteglocke der Welt“ (Museum Asten und Royal Eijsbouts)

Seit dieser Zeit findet alljährlich am 9. November an der Europäischen Freiheitsglocke eine öffentliche Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an den friedlichen Fall des „Eisernen Vorhangs“ statt. Zur Feierstunde im Jahr 2008, die mit einem „Tag der offenen Tür“ im Glocken-Palast verbunden ist, wird die Moskauer Gorbatschow-Stiftung durch Frau Dr. Olga Zdravomyslova (Geschäftsführerin der Stiftung) und Herrn Sergej Vinogradov (Referent für Ausland und Medien) vertreten. Anlässlich dieser Feierstunde wird Horst Wrobel mit der Ehrenmedaille der Gorbatschow-Stiftung ausgezeichnet, die vor ihm erst zwei Personen außerhalb Russlands erhalten haben.

Die Feierstunde am 9. November 2009 steht ganz im Zeichen des 20-jährigen Jubiläums zum Mauerfall. Es findet daher nicht nur eine öffentliche Gedenkfeier an der Europäischen Freiheitsglocke statt, sondern bereits tags zuvor im Glocken-Palast eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung, die in Kooperation mit der Gorbatschow-Stiftung Moskau durchgeführt wird. Gast-Referent ist Prof. Dr. Viktor Kuvaldin, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gorbatschow-Stiftung und von 1989 bis 1991 Berater für außenpolitische Fragen im ZK der KPdSU sowie Berater und Redenschreiber des damaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow. Vortrags- und Diskussionsthema der von Philipp Oppermann moderierten Veranstaltung: „Fall der Mauer – Geburtsstunde der globalen Welt.“

Am gleichen Abend wird von Dr. Einhard Weber, Vorsitzender des Deutschen Hilfsvereins für das Albert-Schweitzer-Spital in Lambarene e.V., eine große Ausstellung über das Leben und Wirken Albert Schweitzers („Ehrfurcht vor dem Leben“) eröffnet, die das Deutsche Albert-Schweitzer-Zentrum Frankfurt (Main) als Dauerleihgabe für den Glocken-Palast zur Verfügung gestellt hat.

Der 80. Geburtstag des Schirmherrn Michail Gorbatschow wird am Abend des 2. März 2011 mit einer öffentlichen Feierstunde rund um die Europäische Freiheitsglocke und mit einem kleinen Empfang im Glocken-Palast begangen. Zu seinen Ehren läutet die Glocke 80 Mal. Etwa 250 Gäste sind zu diesem Ereignis gekommen, das von einem eindrucksvollen Feuerwerk gekrönt wird. Diese Feierstunde reiht sich ein in mehrere internationale Veranstaltungen, die in Moskau, London, New York, Dubai und Berlin stattfinden. Höhepunkt ist das Wohltätigkeitskonzert „Gorby 80 Gala Night“ am 30. März in der Royal Albert Hall in London, organisiert vom Komitee „Gorby 80“.

Am Vorabend des diesjährigen „Petersburger Dialogs“ in Wolfsburg wird am 15. Juli 2011 im Glocken-Palast die Fotoausstellung „Michail Gorbatschow – Aus dem Familienalbum“ eröffnet. Auf über 70 Bildern ist das private und politische Leben des Friedensnobelpreisträgers und früheren sowjetischen Präsidenten zu sehen. Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftswerk der Gorbatschow-Stiftung Moskau, BILD Berlin und Camera Work AG Berlin. Sie wurde anlässlich des 80. Geburtstages von Michail Gorbatschow zusammengestellt und war zunächst ab dem 2. März im Berliner Museum „The Kennedys“ am Brandenburger Tor zu sehen.

Textversion Englisch (PDF)

Textversion Russisch (PDF)

 

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