Projekt Arche Noah

Ehrfurcht vor dem Leben

Aus den mit dem Bau des „Glocken-Palastes“ verbundenen Aktivitäten und der Auseinandersetzung mit dem Leben und Wirken Albert Schweitzers erwuchs die Idee für das Projekt „Arche Noah“. Es soll eine zeitgemäße Freizeit- und Bildungsstätte entstehen, die sich dem Wirken aller Friedensnobelpreisträger widmet und dieses insbesondere an Jugendliche weiter vermittelt. Als oberster Leitsatz aller Aktivitäten soll das von Albert Schweitzer gemeinsam mit Albert Einstein geprägte Zitat „Ehrfurcht vor dem Leben“ gelten.

Ausgangsort für dieses Projekt stellt idealerweise der „Glocken-Palast“ dar, denn dieser wurde im früheren „Zonenrandgebiet“, nur wenige Kilometer von der damaligen innerdeutschen Grenze und dem „Eisernen Vorhang“, entfernt errichtet. Die Grenze trennte Deutschland, Europa und die Welt jahrzehntelang in Ost und West, hier standen sich zwei hochgerüstete Armeen zweier Weltmächte gegenüber, die jederzeit einen neuen (atomaren) Weltkrieg hätten herbeiführen können. Der heutige Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow verhinderte eine solche mögliche Eskalation durch seine Politik von Glasnost und Perestroika. Auch sein Entschluss, die Armee nicht gegen die in der DDR sich auflehnende Bevölkerung einzusetzen, ermöglichte am 9. November 1989 den friedlichen Fall des „Eisernen Vorhangs“.

Somit ist der „Glocken-Palast“ mit dem Schirmherrn Michail Gorbatschow prädestiniert für Aktivitäten zur Völkerverständigung, Friedenssicherung und damit verwandten Themenfeldern, die ein Zusammenleben aller Menschen und Kulturen in einer heilen und gesunden Umwelt auf diesem Planeten sichern.

Vorbilder und „ideelle tragende Säulen“ dieser Institution sollen die Friedensnobelpreisträger mit jeweils eigenen Themenfeldern sein, z.B.:

  • Henry Dunant: Gewaltlosigkeit
  • Albert Schweitzer: Liebe und Ehrfurcht vor dem Leben
  • Martin Luther King: gegen Rassendiskriminierung
  • Mutter Teresa: Menschenwürde

Mit dem Nachbau der Arche Noah kann ein Projekt entstehen, das in dieser Form weltweit einzigartig sein wird. Ausgangspunkt ist das Wirken des Philosophen und Friedensnobelpreisträgers Albert Schweitzer und seiner Maxime „Ehrfurcht vor dem Leben. Die Themenkomplexe Umwelt-, Tier- und Klimaschutz, Völkerverständigung und Menschenwürde sind aktueller denn je. Unter diesen Gesichtspunkten sollen konkrete Projekte initiiert werden, die das (Zusammen-) Leben der Menschen und Tiere sowie den Arten- und Klimaschutz auf unserem Planeten für die Zukunft sichern.

In jedem europäischen Land soll sich eine möglichst zentrale Stadt finden, die Standort für eine derartige Einrichtung wird. Forciert und unterstützt werden müssen diese Einrichtungen (auch finanziell) durch die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und durch die EU selbst.

Auch die Medien (vor allem große Medienkonzerne) sollen in das Projekt eingebunden werden und öffentlichkeitswirksame Unterstützung leisten (PR etc.).

Die Arche Noah steht symbolisch für den Schutz der Tiere und der Menschen in einer (sich) zerstörenden Umwelt. Ein Zentrum, das den ideellen Zwecken des Umwelt- und Tierschutzes dient, sollte daher auch als Arche Noah konzipiert und ausgestaltet werden.

Das Prinzip der Arche Noah besteht darin, bedrohten Lebewesen Schutz zu bieten. Da die natürlichen Lebensgrundlagen für viele Tiere heute durch eine zunehmend zerstörte Umwelt und das sich wandelnde Klima gefährdet sind, ist dieses Thema aktueller denn je. Es gilt daher, neben der reinen „Schutzfunktion“ auch Informations- und Bildungsmöglichkeiten anzubieten, um über den Tier-, Umwelt- und Klimaschutz zu informieren und zum eigenen aktiven Handeln anzuregen. Die Arche Noah kann damit eine neue, zeitgemäße Funktion und Aufgabe bekommen.

Es gilt, ein Zentrum zu bauen, das alle oben genannten Eigenschaften erfüllt und darüber hinaus noch eine touristische Attraktion werden kann, um auf diese Weise zusätzliche Aufmerksamkeit zu erzielen.

Mit dem Bau eines Gebäudes im Stil der historischen Arche Noah mit den biblisch überlieferten Ausmaßen können alle diese Voraussetzungen erfüllt werden. Folgenden Funktionen soll das „Umwelt- und Tierschutzzentrum Arche Noah“ entsprechen:

  • Ein ausreichend großes Grundstück (mindestens 25 bis 30 Hektar) in freier, unverbauter Naturlandschaft oder auch in Landschaften, die schon durch negative Bebauung gelitten haben
  • Vollkommen autarke Ent- und Versorgung im Nachhaltigkeitssinne (Biologische Kläranlage, Energieversorgung z.B. durch Erdwärme, Biomasse oder Photovoltaik)
  • Ausreichend Raum im „Schiffskörper“ zur Aufnahme und tierschutzgerechten Haltung zahlreicher Tierarten (Funktion eines „Tierheims“)
  • Ein ausreichend großer Unterbau zur Aufnahme sämtlicher Versorgungstechnik, Lagerräume, Parkhaus für Besucher usw.  Dieser in Massivbauweise zu errichtende Unterbau sollte von außen nicht sichtbar angelegt werden und in einem aufzuschüttenden Hügel „verschwinden“.
  • Das gesamte Gelände soll zur Absicherung und aus optischen Gründen in Parklandschaft liegen und von Gewässern (kleine Seen, Gräben etc.) umgeben sein
  • Rund um die Arche und in den Gewässern gelegen sollen Inseln angelegt werden, die weitere Einrichtungen aufnehmen, wie z.B. eine kleine Tierklinik und weitere zweckgemäße Nutzungen.

Das Projekt soll ideellen Zwecken dienen. Hierzu ist eine entsprechende gemeinnützige Organisation zu gründen, in deren Trägerschaft das Projekt „gemanagt“ wird. Einnahmen dürfen nur der Erfüllung des „Arche-Zwecks“ dienen. Die Einnahmen sollen aus Spenden- und Sponsorengeldern, Eintrittsgeldern und wirtschaftlichen Zweckbetrieben (z.B. Gastronomie) erzielt werden.

Textversion Englisch (PDF)

Textversion Russisch (PDF)

 

2-arche-2 1-arche-1